Unter dem Sammelbegriff Sperrholz werden alle Platten aus mindestens drei aufeinander-geleimten Holzlagen verstanden, deren Faserrichtungen um 90° gegeneinander versetzt sind. Durch das “Absperren” der einzelnen Lagen zueinander wird das Quellen und Schwinden besonders in Plattenebene (also in Länge und Breite der Platte) minimiert und die richtungsgebundenen Festigkeitseigenschaften des massiven Holzes homogenisiert. Die gängigen Sperrhölzer für allgemeine Zwecke werden in den Verleimungen EF (nicht wetterbeständig) und AW (bedingt wetterbeständig) angeboten.
Für das Bauwesen werden sie in den Werkstoffklassen 20, 100 und 100 G geliefert. Diese Klassen sind Anwendungsbereichen zugeordnet: Bewohnte Innenräume (Klasse 20), Feuchträume, wie Küchen und Bäder (Klasse 100), Naßräume (Klasse 100 G). In Deutschland produzierte Sperrhölzer werden nach den entsprechenden DIN-Normen, im Ausland nach entsprechenden Standards, z.B. BS (British Standards) eingeteilt und geprüft.
Ferner wird Sperrholz nach der Güte der Deckfurniere eingeteilt: Die erste Zahl/Buchstabe steht für die Qualität der Vorderseite, die zweite Zahl/Buchstabe macht Aussage zur Qualität der Plattenrückseite. Für deutsche Produkte sind dabei die DIN- oder EN-Normen maßgeblich. Ausländische Produkte werden nach ausländischen Standards (wie COFI für kanadisches, APA für nordamerikanisches Sperrholz) produziert und geliefert.
Sperrholz
November 7th, 2010 · Keine Kommentare
Tags: Holz
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