Bankirai

Bankirai wird richtig Bangkirai geschrieben. Bankirai umfasst eine ganze Reihe an Holzarten, die unter der Bezeichnung Bankirai in einer Gruppe mit ähnlichen Holzeigenschaften zusammengefasst werden. Seit einigen Jahren wird das Holz in Deutschland zunehmend im Garten verwendet. Bankirai wird vom Holzhandel aus Südost Asien importiert. Botanisch gehört es zur Gattung Shorea, eine internationale Bezeichnung ist Yellow Balau. Das echte Bankirai gehört zu Yellow Balau und ist nicht mit Red Balau zu verwechseln, das häufig ebenfalls als Bankirai angeboten wird aber für die übliche Verwendung ungünstigere Holzeigenschaften aufweist.

Bangkirai ist sehr wetterbeständig, schwer, trocknet langsam und neigt zu Rissen. Es weist häufig sogenannte Pinholes auf, das sind Wurmlöcher des Ambrosiakäfers, der am lebenden oder frisch gefällten aum aktiv ist. Im Schnittholz stellt er keine Gefahr mehr dar und daher werden im Handel die kleinen Löcher als üblich angesehen und sind kein Holzfehler.

Bankirai ist ein Tropenholz, leider gibt es bisher keine oder nur sehr geringe Mengen an FSC zetifiziertem Holz. Weitere Informationen zu Bankirai bietet der GD Holz - Holzeigenschaften von Bangkirai.

Gütegemeinschaft Brennholz gegründet

Am 7. November wurde beim Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. (RAL) in Sankt Augustin bei Bonn die Gütegemeinschaft Brennholz e.V. gegründet. Hier lesen Sie mehr vom Gütezeichen Brennholz.

Gründung der RAL-Gütegemeinschaft Brennholz geplant

Am 7. November findet beim RAL in Sankt Augustin die Gründung der RAL Gütegemeinschaft Brennholz e.V. statt. Das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. (RAL) und der Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) hatten am 6. September in Sankt Augustin über das neue RAL-Gütezeichen Brennholz informiert. Das RAL-Gütezeichen Brennholz wurde im Oktober letzten Jahres vom GD Holz beantragt und eine Arbeitsgruppe der Fachabteilung Rohholzhandel hatte bereits vorläufige Güte- und Prüfbestimmungen für Brennholz erarbeitet.

Warum ein RAL-Gütezeichen Brennholz?

In 2006 gab es einen Boom des Brennstoffs Holz. Brennholz bzw. Kaminholz zu vermarkten war in dieser Zeit relativ einfach, die Kunden haben den Händler gesucht, es gab einen ausgeprägten Verkäufermarkt. Der GD Holz verzeichnete in dieser Zeit einen rasanten Anstieg an Briefen und E-Mails von verunsicherten Verbrauchern, die mit dem Maß und mit der Qualität von gekauftem Brennholz unzufrieden waren. Die starke Nachfrage nach Informationen zeigte außerdem, dass dem Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. im Sortiment Brennholz vom Endverbraucher Vertrauen entgegengebracht wird. Der Endkunde setzt auf die Sachkompetenz des Holzhandels und wendet sich an seine Organisationen. Dieser Vertrauensvorschuss und bisher fehlende Normenwerke haben die Fachabteilung Rohholzhandel dazu bewogen, die Initiative für ein Gütezeichen Brennholz zu ergreifen und dem entgegengebrachten Vertrauen nachzukommen.  Ziel war es von Anfang an in der Arbeitsgruppe, ein Prämiumprodukt im Energieholzsektor zu kreieren, das der Holzfachhandel mit seiner Beratungskompetenz für seinen Vertriebsweg nutzen kann. Die Initiative wurde von Rohholzhändlern der Fachabteilung Rohholzhandel getragen, die in den letzten Jahren ihre Aktivitäten im Brennholzsortiment verstärkt haben.

Das Interesse der Öffentlichkeit am Thema Brennholz ist ungebrochen. Der GD Holz verzeichnet immer wieder Anfragen von regionalen Zeitungen, Fachzeitschriften und auch regionalen Fernsehsendern zum Thema Energieholz und speziell Brennholz. Einer Initiative zur  Gütesicherung von Qualitätskriterien für Brennholz bzw. Kaminholz dürfte daher die öffentliche Aufmerksamkeit sicher sein. Die Vorteile eines RAL-Gütezeichens können in diesem Zusammenhang optimal ausgespielt werden. Das RAL-System mit Fremdüberwachung und Sanktionierung von Fehlverhalten nimmt einen vorderen Platz im Feld seriöser Kennzeichnungssysteme ein und dürfte daher auf ein erhöhtes Verbrauchervertrauen treffen. Die Zielgruppe für das geplante Gütezeichen Brennholz ist dementsprechend auch der Endverbraucher und das Gütezeichen soll als Marketinginstrument für ein hochwertiges Energieprodukt dienen.

Der Weg zum Gütezeichen

Am Ende einer erfolgreichen Gütesicherung steht immer die Gründung einer Gütegemeinschaft, die als selbstständiger Verein das Zeichen vertritt und die Güte- und Prüfbestimmungen erarbeitet. Die Gründung einer Gütegemeinschaft kann dabei während der Arbeit an den Güte- und Prüfbestimmungen erfolgen oder aber auch erst nach dessen Abschluss. Die Arbeitsgruppe beim GD Holz hat beschlossen, vor Abschluss der Arbeit die Gütegemeinschaft Brennholz e.V. bereits zu gründen, um das Zeichen auf eine möglichst breite Basis zu stellen. Die erarbeiteten Güte- und Prüfbestimmungen dienen dabei als Arbeitsgrundlage für einen noch zu benennenden Ausschuss. Die Mitglieder der neuen Gütegemeinschaft Brennholz e.V. werden dabei diesen Prozess steuern, der GD Holz ist weiter bereit, die Kapazitäten einer funktionierenden Geschäftsstelle für diesen Prozess zur Verfügung zu stellen.

Was kostet die Mitgliedschaft in der Gütegemeinschaft Brennholz?

Für die Teilnahme an einem Gütezeichen Brennholz ist für einen Brennholzproduzenten oder Brennholzhändler natürlich der Mitgliedsbeitrag ein wichtiger Faktor. Grundsätzlich gilt natürlich, je mehr Mitglieder die Gütegemeinschaft hat, auf desto mehr Schultern lassen sich die fixen Kosten verteilen und der Beitrag kann niedriger ausfallen. Die Gütegemeinschaft Brennholz kann erst nach Gründung eine verbindliche Beitragsordnung verabschieden. Trotzdem lassen sich jetzt schon die Größenordnung des Beitrags abstecken. An fixen Kosten fallen der Beitrag an das RAL und das Betreiben einer professionellen Geschäftsstelle an. Unabhängig von der Mitgliederanzahl sind die Kosten für die Erstprüfung und die Kosten für eine jährliche Überwachung des einzelnen Gütezeicheninhabers von jeweils ca. € 500 zu veranschlagen. Auf Empfehlung des RAL soll die Fremdüberwachung von der Gütegemeinschaft organisiert werden und die überprüften Mitglieder zahlen die Kosten hierfür im Rahmen des Mitgliedsbeitrags. Wie in Wirtschaftsverbänden üblich wird auch die Gütegemeinschaft Brennholz in ihrer Satzung eine Beitragsordnung mit umsatzgestaffelten Beiträgen beschließen. Der niedrigste Beitrag dürfte dabei ohne Aufnahmegebühr und Erstprüfung bei rund € 1.000 liegen. Für die Gründung der Gütegemeinschaft sind 7 juristische Personen erforderlich, das können Einzelpersonen, Kaufleute oder Unternehmen sein. Verbände können keine ordentlichen Mitglieder einer Gütegemeinschaft sein, sie können nur fördernd ohne Mitbestimmungsmöglichkeit beitreten. Unternehmen, die Brennholz produzieren bzw. mit Brennholz handeln können an der Gründung der Gütegemeinschaft am 7. November 2007 teilnehmen, Interessenten wenden sich bitte an die Geschäftsstelle des GD Holz.

Der Unterschied zwischen Holzfeuchte und Wassergehalt

Gibt es da überhaupt einen Unterschied, wird der Laie fragen. Ja de gibt es. Die Holzfeuchte wird in Normen definiert als der Quotient aus der Masse des Wassers in einem Holzkörper und dem Trockengehalt, also der absolut trockenen Masse des Holzkörpers. Hier die Formel:

Diese holzwirtschaftliche Definition ist in anderen Branchen allerdings eher unbekannt, sodaß der “Normalbürger” meist vom Wassergehalt oder dem relativen Wassergehalt ausgeht, der definiert sich aber aus dem Quotienten aus Masse des Wassers und Gesamtmasse des nassen Holzkörpers (incl. Wasser). Die Holzfeuchte kann, wie die Hölzernen wissen, über 100% betragen und zwar dann, wenn die Masse des im Holzkörper vorhandenen Wassers größer ist als die Trockenmasse des Holzkörpers. Der (relative) Wassergehalt ist allerdings immer kleiner als 100%.

Holz trocknen mit grüner Energie

UR POWER bietet günstige Alternative zu teueren Trocknungsanlagen

Holztrocknung ist eine aufwändige und kostspielige Prozedur. Wer nicht die Zeit bzw. die Fläche hat, um Bretter und Stämme jahrelang an der Luft austrocknen zu lassen, braucht eine professionelle Trocknungsanlage. Für kleine und mittelständische Unternehmen ist dies eine große Investition, die gut durchkalkuliert sein will. Ihnen bietet die Firma UR POWER GmbH eine interessante Alternative: Im Herbst diesen Jahres wird der Betreiber von Pflanzenölkraftwerken an zwei Standorten Anlagen für die Holztrocknung errichten. Und das zu günstigen Konditionen, denn die Heizungsluft stammt aus der Prozesswärme der Pflanzenölkraftwerke.

Sowohl waldfrisches Brennholz als auch hochwertige Hölzer für die Möbelindustrie können dann in Calbe (Saale) bei Magdeburg und in Deersheim (Kreis Halberstadt) getrocknet werden. Zwei Container für die Trocknung von Brennholz und Hackschnitzel sowie zwei Trocknungskammern für hochwertige Hölzer werden an jedem der Standorte im Herbst den Betrieb aufnehmen. Insgesamt können an jedem Standort dann jährlich bis zu 20.000 m³ Holz getrocknet werden. Der besondere Vorteil liegt in der Kopplung der Anlage an die Pflanzenölkraftwerke, denn sie produzieren Wärme als Nebenprodukt. Diese günstige Kostensituation will die UR POWER GmbH an ihre Kunden weitergeben.

“Wir liefern zwar den größten Teil unserer Wärme direkt an unsere Endkunden, haben aber noch ca. 25 % freie Kapazitäten”, erläutert Ulrich Olde groote Beverborg, Geschäftsführer der ACR Calbe. Dieser Investitionsvorteil, die Nähe zur Holz verarbeitenden Industrie und die verkehrsgünstige Lage führten schließlich zu dem erweiterten Wärmenutzungskonzept. Es eröffnet dem Unternehmen ein neues Geschäftsfeld und verbessert zugleich den Wirkungsgrad der Kraftwerke “Daher können wir unsere Holztrocknungsanlagen zu einem Preis vermieten, der gerade für Mittelständler sehr interessant ist.”

Die Beschickung der Trocknungscontainer kann im 24-Stunden-Betrieb erfolgen. Jeder Container fasst bis zu 30 m³ an Holzschnitzeln pro Charge. Von einem Warmlufterzeuger wird die 60°C warme Trocknungsluft durch den Containerinnenraum geblasen. 12.500 m³ Warmluft fördert die Anlage in der Stunde, so dass der Trocknungsvorgang in Abhängigkeit von der Feuchtigkeit zwischen 4 - 6 Tage dauert.

Ebenso lange dauert auch der Trocknungsvorgang in den beiden Trocknungskammern. In isolierten Aluminiumkammern können sowohl Bretter, Bohlen oder Balken in Schichtpaketen, als auch Brennholz von einem Gabelstapler eingebracht werden. Sie sind mit großflächigen Wasser-Luft-Wärmetauschern ausgestattet, die mit Heißwasser aus dem Biokraftwerk versorgt werden. Ein computergesteuerter und kontrollierter Prozess reduziert den Wassergehalt des Holzes auf die gewünschte Endfeuchte. Ventilatoren in den Kammern sorgen dabei für eine gleichmäßige Luftströmung, ein Befeuchtungssystem verhindert zudem, dass das Holz beim Trocknen rissig wird oder sich verzieht.

Mit diesem Angebot richtet sich die UR POWER GmbH sowohl an Holzunternehmen ohne eigene Trocknungsanlagen als auch an Firmen, deren Trocknungskapazitäten nicht ausreichen. Auch Geschäftspartnerschaften mit einzelnen Großunternehmen der Holzbranche sind als Kooperationsmodell möglich. Für sie bietet sich UR POWER als kostengünstiger Wärmelieferant an.

Die UR POWER GmbH gehört mit 15 Megawatt installierter elektrischer Leistung zu den größten Einzelproduzenten von regenerativer Energie auf Pflanzenölbasis. Sie speist den Strom in die Netze der Energieunternehmen und bietet preiswerte Wärme für Gewerbebetriebe, Gemeindeeinrichtungen und Privathaushalte. Der Bereich Holztrocknung fügt sich nun in den Geschäftsbereich der Wärmevermarktung und ergänzt die Wärmenutzungskonzepte der einzelnen Standorte.