Am 26.11.2008 wurde in Sankt Augustin der Gütegemeinschaft Brennholz e.V. durch den Hauptgeschäftsführer des RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. Dr. Wolf D. Karl das RAL Gütezeichen Brennholz verliehen. Die Gütegemeinschaft Brennholz e.V. wird durch die Vorsitzende Claudia Feld (Bild Mitte links), die stellvertretende Vorsitzende Vera Butterweck-Kruse (Bild links) und den Geschäftsführer Klaus Kottwitz (Bild rechts) vertreten.
Das RAL ist die Vereinigung von 130 Gütegemeinschaften, die 160 Gütezeichen vergeben dürfen.
Die Initiative für das Gütezeichen Brennholz hatte vor zwei Jahren die Fachabteilung Rohholzhandel im Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. ergriffen, um dem boomenden Brennholzmarkt in Deutschland durch eine Qualitätssicherung mehr Stabilität zu geben. Fehlende Normen und Qualitätsstandards bei Brennholz haben in den letzten Jahren trotz Marktwachstum auch immer wieder verunsicherte Kunden hinterlassen. Eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Nordrhein Westfalen in Baumärkten Ende 2007 brachte das Dilemma zu Tage, bei abgepacktem Brennholz fehlten oft etliche Kilogramm. Bei 60 mit Gewicht ausgezeichneten Verpackungen fehlte ein Siebtel der deklarierten Menge, 35 Verpackungen, die nach Volumen verkauft wurden, wiesen noch größere Abweichungen (bis –43%) als beim Gewicht auf. Kritisiert wurde auch die häufig unspezifische Holzartenangabe auf den Verpackungen.
Die im November 2007 gegründete Gütegemeinschaft Brennholz e.V. will beim Kunden mit einem gütegesicherten Premiumprodukt Vertrauen aufbauen. Die Produkte der Gütezeicheninhaber werden wie bei jeder RAL Gütegemeinschaft regelmäßig durch unabhängige Gutachter überwacht, darüberhinaus wird eine regelmäßige Eigenüberwachung verlangt, deren Protokolle der Gutachter ebenfalls prüft.
Das RAL Gütezeichen Brennholz gilt für natürlich gewachsenes Holz, auf Länge geschnitten, gespalten oder zu Hackschnitzeln (kein Schredderholz) verarbeitet. Gütegesichertes Brennholz (Scheitholz und Hackschnitzel) zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
1. Es ist frei von Schimmel, Brau- und Weißfäule und von Holzbrütenden Insekten.
2. Es ist frei von Verunreinigungen
3. Das Personal für die Auslieferung ist geschult
4. Der Kunde hat Anspruch auf besondere Serviceleistungen, wie Merkblätter, Maßtransparenz, Probemessungen und die Gütesicherung.
Gütegesichertes Scheitholz zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
- Es ist nach Holzarten sortiert, entweder sortenrein (max 10% deklarierte Mischsorten) oder gemischt (nur deklarierte Holzarten).
- Es werden vorzugsweise Buche, Birke, Esche, Ahorn, Erle, Eiche, Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche und Douglasie verwendet.
- Es hat definierte Abmessungen (Länge 20 bis 50 cm, Querschnitt 6-17cm breiteste Stelle)
- Es ist vor dem Transport weitgehend Rindenfrei.
- Die Holzfeuchte beträgt max. 22%, bzw der Wassergehalt 18%.
- Die Mengenangabe erfolgt in Raummeter oder Schüttraummeter, bei Kleingebinden bis 20 kg ist mit Gewicht bei 22% Holzfeuchte anzubieten.
- Schnitttholz ist unzulässig.
- Das Volumen ist bei Anlieferung nachzuweisen, der Kunde kann eine Holzfeuchtemessung vor Ort verlangen.
Gütegesicherte Hackschnitzel haben folgende Eigenschaften:
- Hackschnitzel aus Altholz sind unzulässig.
- Hackschnitzel dürfen nur mit scharfen Werkzeugen produziert werden.
- Lagerung und Transport müßen sachgemäß geschehen.
- Der Wassergehalt beträgt max. 20%.
- Die Korngröße der Hackschnitzel entspricht höchstens der Klasse P63 gemäß prCEN/TS 14961, 3,15 – 63mm.
- Der Aschegehalt entspricht der Klasse A3.0 gemäß prCEN/TS 14961 oder niedriger (Massenanteil < 3 % der wasserfreien Bezugsbasis).
- Die Massangabe erfolgt in Schüttraummeter.
Besonders mit dem vorgeschriebenen Gewicht bei Kleingebinden bis 20 kg ist die Gütegemeinschaft Brennholz der Forderung der Verbraucherschützer NRW gefolgt, die das Gewicht als einziges objektives Maß bei diesen kleinen Verpackungen bezeichnen.
Die Gütegemeinschaft Brennholz e.V. hat zur Zeit neun Mitglieder. Auf dem Bild sind sieben davon vertreten, von links nach rechts: Christian Hegen (Holzhof Breitenbach), Karl Hüttl (Sachverständigenbüro), Vera Butterweck-Kruse (Butterweck Rundholzlogistik), Thomas Göbel (Gesamtverband Deutscher Holzhandel), Claudia Feld (Knackholz), Gerhard Basemann (Bruno Reimann), Dr. Wolf D. Karl (RAL) Klaus Kottwitz (Gütegemeinschaft Brennholz), Klaus Reimann (Bruno Reimann), Christian Schmitt (Bentheimer Holz).
Ziel ist es zunächst, weitere Mitgliedsbetriebe zu gewinnen, um eine effektive Öffentlichkeitsarbeit betreiben zu können. Das Gütezeichen Brennholz soll über möglichst alle Werbeträger bekannt gemacht werden. Mitglied in der Gütegemeinschaft Brennholz können Betriebe werden, die Brennholz herstellen, herstellen lassen oder dies beabsichtigen. Personen oder Organisationen, die kein Brennholz herstellen, können Fördermitglied werden. Die Kosten für eine Mitgliedschaft sollen in Zukunft nach der Menge des gütegesicherten Brennholz erfolgen. Für das Jahr 2009 ist dies allerdings noch nicht möglich, der Mindestbeitrag beträgt 500 Euro, jeder Betrieb der das Gütezeichen beantragt, zahlt 2500 Euro, bei größeren Betrieben, die voraussichtlich mehr als 10.000 Srm gütegesichertes Brennholz produzieren werden, verhandelt der Vorstand den Beitrag. Die Aufnahmegebühr in die Gütegemeinschaft beträgt 1000 Euro und ist ein Ausgleich für den Aufwand, den die Gründungsmitglieder für die Erarbeitung des gesamten Satzungswerkes geleistet haben.
Die Gütegemeinschaft rechnet zum Jahresanfang 2009 mit einer Vergabe des Gütezeichens an die ersten Mitglieder, sodaß ab diesem Zeitpunkt RAL Qualitätsbrennholz dem Markt angeboten wird.
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Am 26.11.2008 wurde vom RAL das neue Gütezeichen Brennholz an die Gütegemeinschaft Brennholz e.V. überreicht. In der online Presse wurde darüber mehrfach berichtet:
Eine ausführliche Darstellung der Produkteigenschaften von Qualitätsbrennholz finden Sie auf diesem Portal in den nächsten Tagen.
Der Hauptgeschäftsführer des RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. Dr. Wolf D. Karl verleiht das RAL Gütezeichen Brennholz an die Gütegemeinschaft Brennholz e.V., vertreten durch die Vorsitzende Claudia Feld (Bild Mitte links), die stellvertretende Vorsitzende Vera Butterweck-Kruse (Bild links) und den Geschäftsführer Klaus Kottwitz (Bild rechts).
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Am 7. November fand beim Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. (RAL) in Sankt Augustin bei Bonn die Gründung der Gütegemeinschaft Brennholz e.V. statt. Vor einem Jahr hatte der Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. die Initiative zu dieser Gütesicherung ergriffen. Der Rohholzhandel im GD Holz beschäftigt sich schon immer mit dem Sortiment Brennholz, allerdings hatte es bis zum Jahr 2005 eine eher untergeordnete Bedeutung. Aus der Marketingkampagne des GD Holz für die Holzhändler-Datenbank www.werliefertholz.de ist seit Beginn des Brennholzbooms 2005 bekannt, dass dem Holzhandel von dem Verbraucher auch für das Sortiment Brennholz eine hohe Sachkompetenz unterstellt wird. Darüber hinaus hat der GD Holz auf seinen Internetseiten Holzhändler mit dem Sortiment Brennholz veröffentlicht und auch zahlreiche Informationen für die Kunden bereitgestellt. Mit dem Brennholzboom kamen Reklamationen und Beschwerden von Kunden, die zu nasses Brennholz bekommen hatten oder mit den Maßabrechungen nicht zufrieden waren. Die Geschäftsstelle des GD Holz erhielt zahlreiche E-Mails von unzufriedenen Endverbrauchern, die um Hilfe baten. In der Fachabteilung Rohholzhandel war relativ schnell klar, dass eine Qualitätssicherung für Brennholz dringend erforderlich ist, um einen Imageschaden von dem Sortiment abzuwenden. Darüber hinaus ist es für den Holzfachhandel interessant, mit der Aufnahme eines Premiumprodukts im Brennholzsortiment seine Fachkompetenz im Vertrieb zu demonstrieren.
Im vergangenen Jahr hat eine Arbeitsgruppe der Fachabteilung Rohholzhandel bereits vorläufige Güte- und Prüfbestimmungen erarbeitet, die in diesem Blatt in einer früheren Ausgabe vorgestellt wurden. Die Gründung der Gütegemeinschaft war jetzt erforderlich, um zu einer verbindlichen Weiterarbeit zur Evaluierung der Güte- und Prüfbestimmungen zu kommen. Claudia Feld, Knackholz GmbH, Hermannshof/Mecklenburg-Vorpommern, wurde als Vorsitzende der Gütegemeinschaft Brennholz gewählt, Vera Butterweck, Butterweck Rundholzlogistik GmbH & Co. KG, Lehe/Ems, wurde als Stellvertretende Vorsitzende berufen. Zum Obmann des Güteausschusses wurde Christian Schmitt, Fa. Bentheimer-Holz GmbH, Bad Bentheim, gewählt und als Geschäftsführer wurde Klaus Kottwitz, GD Holz, bestimmt.

Der Güteausschuss wird schon im Dezember seine Arbeit fortsetzen, um die Güte- und Prüfbestimmungen zum Abschluss zu bringen. Im Geltungsbereich wurden die Güte- und Prüfbestimmungen um das Sortiment Waldhackschnitzel erweitert. Es ist geplant, den Güteausschuss noch mit Sachverständigen und Personen aus Behörden, Wissenschaft und Verbänden zu erweitern. Im Frühjahr 2008 soll der Güteausschuss seine Arbeit beenden und das RAL wird das Verfahren zur Verabschiedung der Güte- und Prüfbestimmungen einleiten.
Im nächsten Jahr wird die Gütegemeinschaft auf der Mitgliederversammlung die Beiträge regeln, geplant ist in der niedrigsten Beitragsklasse ein Jahresbeitrag von 1.000 Euro. Die Gütegemeinschaft wird außerdem im nächsten Jahr eine breit angelegte Marketingkampagne starten, um das Gütezeichen bei Kunden bekannt zu machen. Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. wird diese Kampagne tatkräftig unterstützen.
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Das Brennholzmass ist Gegenstand vieler Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Brennholzhändlern. Gewicht scheidet als Maßeinheit zunächst aus, weil Brennolz einen unterschiedlichen Wasseranteil hat, der das Gewicht maßgeblich beeinflußt. Außerdem schwankt das Gewicht je nach Holzart und Holzdichte innerhalb einer Holzart, abhängig davon wie schnell oder langsam ein Baum gewachsen ist. Wird allerdings eine feste Holzfeuchte definiert, ist das Gewicht letzlich doch die beste Maßeinheit für Brennholz, weil das Gewicht der Holzmasse mit dem Heizwert eng korreliert. Im Großhandel mit Brennholz ist dieses Brennholzmaß allerdings unpraktikabel, bei Kleingebinden im Fachhandel ist dieses Maß für Kaminholz gut durchzuführen.
Das überwiegend praktizierte Brennholzmaß ist also das Volumen. Verwendet werden der Kubikmeter, der Raummeter (Ster), der Schüttraummeter und der Festmeter. Für einen Laien sind die Zusammenhänge zwischen diesen Maßeinheiten kaum zu durchschauen und deshalb kommt es immer wieder zu Problemen. Das Technologie- und Förderzentrum Straubing hat neue Umrechnungsfaktoren für Fichte und Buche hergeleitet. Als Meterholz ist in diesem Zusammenhang das klassische Brennholzsortiment aus dem Wald zu verstehen, ein Meter lange Spaltstücke oder Rundlinge, die ein oder zwei Meter hoch aufgesetzt werden. Die folgenden Umrechnungszahlen sind nur als Beispiel bzw. Näherung zu betrachten und können im Einzelfall erheblich schwanken.
| |
Festmeter
(Fm)
|
Rundlinge geschichtet (Rm)
|
gespalten 1m, gekreuzt (Rm)
|
gespalten 1m, geschichtet (Rm) |
Scheite 33cm, geschichtet (Rm) |
Scheite 33cm, lose geschüttet (SRm) |
| Umrechnungsfaktoren bezogen auf einen Festmeter: |
| Buche |
1,00
|
1,70
|
2,38
|
1,98
|
1,61
|
2,38
|
| Fichte |
1,00
|
1,55
|
2,07
|
1,80
|
1,55
|
2,52
|
| Umrechnungsfaktoren bezogen auf einen Raummeter Rundlinge: |
| Buche |
0,59
|
1,00
|
1,40
|
1,17
|
0,95
|
1,40
|
| Fichte |
0,65
|
1,00
|
1,34
|
1,16
|
1,00
|
1,63
|
| Umrechnungsfaktoren bezogen auf einen Raummeter gespaltener Meterscheite: |
| Buche |
0,50
|
0,86
|
1,20
|
1,00
|
0,81
|
1,20
|
| Fichte |
0,56
|
0,86
|
1,15
|
1,00
|
0,86
|
1,40
|
| Umrechnungsfaktor bezogen auf einen Raummeter gestapelter 33er Scheite: |
| Buche |
0,62
|
1,05
|
1,48
|
1,23
|
1,00
|
1,48
|
| Fichte |
0,64
|
1,00
|
1,33
|
1,16
|
1,00
|
1,62
|
| Umrechnungsfaktoren bezogen auf einen Schüttraummeter 33er Scheite: |
| Buche |
0,42
|
0,71
|
1,00
|
0,83
|
0,68
|
1,00
|
| Fichte |
0,40
|
0,62
|
0,82
|
0,72
|
0,62
|
1,00
|
Tags: Kaminholz
Massaranduba wird im Zuge des Gartenholzboom immer häufiger statt Bangkirai eingesetzt, das teilweise knapp wird. Massaranduba ist botanisch verwandt mit Makore und Douka und ist ihnen in Struktur und Farbe weitgehend ähnlich, übertrifft sie aber in Gewicht und Festigkeitseigenschaften noch erheblich. Massaranduba zählt zu den härtesten Nutzhölzern und ist besonders als Konstruktions-Holz im Außenbau einsetzbar, es stammt aus Südamerika.
Massaranduba zunehmend nachgefragt
Natürliche Verbreitung und botanische Bezeichnungen von Massaranduba: Manilkara hüben und M. bidentata; nördliches Südamerika. - Familie der Sapotaceen.
Eigenschaften von Massaranduba:
Splint
blaß gelblich bis rosagrau und meist um 3 bis 6 cm breit, bei jüngeren Bäumen auch breiter.
Kernholz
hellrot bis violett braun und überwiegend rotbraun nachdunkelnd; farblich dem Makore und Douka oder auch dem Azobe/Bongossi ähnlich.
Poren
mittelgroß und überwiegend in zerstreuten, radialen Gruppen geordnet und besonders auf glatten, radialen Flächen als Porenrillen noch gut erkennbar; im Kernholz immer mit Thyllen verstopft
Holzstrahlen
fein und das Holzbild nicht beeinflussend.
Speicherzellen
auf Querschnitten als schmale, tangentiale Bänder sich besonders im Kernholz abzeichnend;tangential nur teilweise als feine Fladerung noch erkennbar.
Zuwachszonen
durch etwas dunkleres Spätholz unterschiedlich deutlich und oft eine leichte Hell/Dunkel-Fladerung hervorrufend.
Faserverlauf
bei Moabi fast geradfaserig, bei den anderen Arten mit unterschiedlich starkem Wechseldrehwuchs und entsprechend deutlichen Glanzstreifen.
Insgesamt ist Massaranduba auch strukturell dem Makore und Douka ähnlich.
Tags: Holz