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Der Unterschied zwischen Holzfeuchte und Wassergehalt
Gibt es da überhaupt einen Unterschied, wird der Laie fragen. Ja de gibt es. Die Holzfeuchte wird in Normen definiert als der Quotient aus der Masse des Wassers in einem Holzkörper und dem Trockengehalt, also der absolut trockenen Masse des Holzkörpers. Hier die Formel:
Diese holzwirtschaftliche Definition ist in anderen Branchen allerdings eher unbekannt, sodaß der “Normalbürger” meist vom Wassergehalt oder dem relativen Wassergehalt ausgeht, der definiert sich aber aus dem Quotienten aus Masse des Wassers und Gesamtmasse des nassen Holzkörpers (incl. Wasser). Die Holzfeuchte kann, wie die Hölzernen wissen, über 100% betragen und zwar dann, wenn die Masse des im Holzkörper vorhandenen Wassers größer ist als die Trockenmasse des Holzkörpers. Der (relative) Wassergehalt ist allerdings immer kleiner als 100%.
Holz trocknen mit grüner Energie
UR POWER bietet günstige Alternative zu teueren Trocknungsanlagen
Holztrocknung ist eine aufwändige und kostspielige Prozedur. Wer nicht die Zeit bzw. die Fläche hat, um Bretter und Stämme jahrelang an der Luft austrocknen zu lassen, braucht eine professionelle Trocknungsanlage. Für kleine und mittelständische Unternehmen ist dies eine große Investition, die gut durchkalkuliert sein will. Ihnen bietet die Firma UR POWER GmbH eine interessante Alternative: Im Herbst diesen Jahres wird der Betreiber von Pflanzenölkraftwerken an zwei Standorten Anlagen für die Holztrocknung errichten. Und das zu günstigen Konditionen, denn die Heizungsluft stammt aus der Prozesswärme der Pflanzenölkraftwerke.
Sowohl waldfrisches Brennholz als auch hochwertige Hölzer für die Möbelindustrie können dann in Calbe (Saale) bei Magdeburg und in Deersheim (Kreis Halberstadt) getrocknet werden. Zwei Container für die Trocknung von Brennholz und Hackschnitzel sowie zwei Trocknungskammern für hochwertige Hölzer werden an jedem der Standorte im Herbst den Betrieb aufnehmen. Insgesamt können an jedem Standort dann jährlich bis zu 20.000 m³ Holz getrocknet werden. Der besondere Vorteil liegt in der Kopplung der Anlage an die Pflanzenölkraftwerke, denn sie produzieren Wärme als Nebenprodukt. Diese günstige Kostensituation will die UR POWER GmbH an ihre Kunden weitergeben.
“Wir liefern zwar den größten Teil unserer Wärme direkt an unsere Endkunden, haben aber noch ca. 25 % freie Kapazitäten”, erläutert Ulrich Olde groote Beverborg, Geschäftsführer der ACR Calbe. Dieser Investitionsvorteil, die Nähe zur Holz verarbeitenden Industrie und die verkehrsgünstige Lage führten schließlich zu dem erweiterten Wärmenutzungskonzept. Es eröffnet dem Unternehmen ein neues Geschäftsfeld und verbessert zugleich den Wirkungsgrad der Kraftwerke “Daher können wir unsere Holztrocknungsanlagen zu einem Preis vermieten, der gerade für Mittelständler sehr interessant ist.”
Die Beschickung der Trocknungscontainer kann im 24-Stunden-Betrieb erfolgen. Jeder Container fasst bis zu 30 m³ an Holzschnitzeln pro Charge. Von einem Warmlufterzeuger wird die 60°C warme Trocknungsluft durch den Containerinnenraum geblasen. 12.500 m³ Warmluft fördert die Anlage in der Stunde, so dass der Trocknungsvorgang in Abhängigkeit von der Feuchtigkeit zwischen 4 - 6 Tage dauert.
Ebenso lange dauert auch der Trocknungsvorgang in den beiden Trocknungskammern. In isolierten Aluminiumkammern können sowohl Bretter, Bohlen oder Balken in Schichtpaketen, als auch Brennholz von einem Gabelstapler eingebracht werden. Sie sind mit großflächigen Wasser-Luft-Wärmetauschern ausgestattet, die mit Heißwasser aus dem Biokraftwerk versorgt werden. Ein computergesteuerter und kontrollierter Prozess reduziert den Wassergehalt des Holzes auf die gewünschte Endfeuchte. Ventilatoren in den Kammern sorgen dabei für eine gleichmäßige Luftströmung, ein Befeuchtungssystem verhindert zudem, dass das Holz beim Trocknen rissig wird oder sich verzieht.
Mit diesem Angebot richtet sich die UR POWER GmbH sowohl an Holzunternehmen ohne eigene Trocknungsanlagen als auch an Firmen, deren Trocknungskapazitäten nicht ausreichen. Auch Geschäftspartnerschaften mit einzelnen Großunternehmen der Holzbranche sind als Kooperationsmodell möglich. Für sie bietet sich UR POWER als kostengünstiger Wärmelieferant an.
Die UR POWER GmbH gehört mit 15 Megawatt installierter elektrischer Leistung zu den größten Einzelproduzenten von regenerativer Energie auf Pflanzenölbasis. Sie speist den Strom in die Netze der Energieunternehmen und bietet preiswerte Wärme für Gewerbebetriebe, Gemeindeeinrichtungen und Privathaushalte. Der Bereich Holztrocknung fügt sich nun in den Geschäftsbereich der Wärmevermarktung und ergänzt die Wärmenutzungskonzepte der einzelnen Standorte.
Heizen mit Holz – aber mit Verstand
Wissenschaftler der Universität Hamburg schätzen den jährlichen Verbrauch allein in privaten Haushalten auf rund 20 Millionen Kubikmeter. Diese gewaltige Menge entspricht rund 5 Milliarden Liter Öl. Aufgrund der Kohlenstoffdioxid-Neutralität ist das Heizen mit Holz ein Beitrag zum Klimaschutz. Der Ersatz von importiertem Gas und Öl durch Holz aus heimischen Wäldern fördert außerdem die Wirtschaftskraft insbesondere in ländlichen Räumen. Heizen mit Holz ist zwar einfach, erfordert aber ein paar Regeln, damit der Vorteil für unsere Umwelt nicht ins Gegenteil verkehrt, unsere Gesundheit und der nachbarschaftliche Frieden nicht gefährdet werden.
Wichtig ist vor allem, nur trockenes und abgelagertes Holz zu verbrennen. Frisch geschlagenes Holz sollte mindestens 2 Jahre trocken und gut durchlüftet gelagert werden. Feuchtes Holz brennt schlecht, erhöht den Brennstoffverbrauch, erzeugt gesundheitsschädliche Rückstände und belästigt die Nachbarn durch Gerüche. Das Verbrennen von behandeltem Holz (zum Beispiel mit Holzschutzmitteln oder Farben) und Abfällen jeglicher Art führt zu hohen Schadstoffemissionen und ist daher verboten.
Holz als Brennmaterial ist eine sinnvolle Alternative für den Privathaushalt mit vielen Vorteilen. Die Verwendung von Holz dient der Umwelt und hilft, Energiekosten zu senken. Voraussetzung dafür ist aber ein sachkundiger und verantwortungsvoller Umgang mit diesem nachhaltig zur Verfügung stehenden Brennstoff.
