Archiv für die Kategorie „Holz“

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Hier eine Beschreibung von Merbau

Sperrholz

Unter dem Sammelbegriff Sperrholz werden alle Platten aus mindestens drei aufeinander-geleimten Holzlagen verstanden, deren Faserrichtungen um 90° gegeneinander versetzt sind. Durch das “Absperren” der einzelnen Lagen zueinander wird das Quellen und Schwinden besonders in Plattenebene (also in Länge und Breite der Platte) minimiert und die richtungsgebundenen Festigkeitseigenschaften des massiven Holzes homogenisiert. Die gängigen Sperrhölzer für allgemeine Zwecke werden in den Verleimungen EF (nicht wetterbeständig) und AW (bedingt wetterbeständig) angeboten.
Für das Bauwesen werden sie in den Werkstoffklassen 20, 100 und 100 G geliefert. Diese Klassen sind Anwendungsbereichen zugeordnet: Bewohnte Innenräume (Klasse 20), Feuchträume, wie Küchen und Bäder (Klasse 100), Naßräume (Klasse 100 G). In Deutschland produzierte Sperrhölzer werden nach den entsprechenden DIN-Normen, im Ausland nach entsprechenden Standards, z.B. BS (British Standards) eingeteilt und geprüft.
Ferner wird Sperrholz nach der Güte der Deckfurniere eingeteilt: Die erste Zahl/Buchstabe steht für die Qualität der Vorderseite, die zweite Zahl/Buchstabe macht Aussage zur Qualität der Plattenrückseite. Für deutsche Produkte sind dabei die DIN- oder EN-Normen maßgeblich. Ausländische Produkte werden nach ausländischen Standards (wie COFI für kanadisches, APA für nordamerikanisches Sperrholz) produziert und geliefert.

Spanplatte

Bei der Spanplattenherstellung werden unterschiedlich große beleimte Späne und/oder andere holzartige Faserstoffe zu plattenförmigen Werkstoffen verpreßt. Da der massive Holzverbund aufgehoben ist, haben diese Platten in Richtung der Plattenebene, also Länge und Breite der Platte, nahezu die gleichen Quell- und Schwindeigenschaften, allerdings auch wesentlich geringere Festigkeiten als Vollholz.

a. Aufbau
Weit überwiegend werden Spanplatten als Flachpressplatten (siehe Herstellungsverfahren) in Form von Mehrschichtplatten hergestellt. Sie bestehen zumeist aus drei bis fünf Schichten. Bei Dreischichtplatten wird die aus gröberen Spänen bestehende Mittelschicht durch feiner strukturierte Deckschichten beplankt. Fünfschichtplatten verfugen über zusätzliche Ausgleichsschichten, die sich zwischen Mittelschicht und Deckschichten befinden. Je nach Streuverfahren der Späne bei der Herstellung können Platten mit kontinuierlichem Übergang in der Spanstruktur hergestellt werden.

Die äußeren Schichten bestehen fast immer aus relativ feinem Spanmaterial, damit sich bei nachfolgenden dekorativen Beschichtungen die Spanstruktur nicht abzeichnet; dies gilt insbesondere für den Möbelbau. Die Oberflächenbeschaffenheit der Flachpreßplatten ist in DIN-Normen definiert. Die FPY-Platte für allgemeine Zwecke, z.B. für den Möbel-, Tonmöbel, Geräte- und Behälterbau, stellt an die Oberflächenbeschaffenheit geringere Anforderungen als die FPO-Platte. FPO-Platten sind Platten mit definierten kleineren Spangrößen auf der Oberfläche; die feinspanigere Oberfläche eignet sich eher für Direktlackierung, Folienbeschichtung oder Pressbeschichtung. Bauspanplatten hingegen enthalten oft flächigere Späne in den Deckschichten, wodurch die Festigkeiten der Platte verbessert werden.

b. Herstellung
Im Flachpressverfahren werden die mit Bindemittel benetzten Späne durch Streumaschinen zu Spänekuchen aufgestreut und anschließend in beheizten hydraulischen Pressen zu Spanplatten verpresst. Als Bindemittel werden die in Kapitel 8.1 beschriebenen Leime verwendet. Zur Herstellung von Zementspanplatten werden Portlandzement oder Magnesiazement verwendet. Diese Platten genügen höheren Anforderungen hinsichtlich ihres Brandverhaltens.

Während des Herstellungsprozesses können Pilzschutzmittel und Feuerschutzmittel für spezielle Plattenanforderungen beigemischt werden. V 100G Platten für das Bauwesen sind mit einem Holzschutzmittel gegen holzzerstörende Pilze geschützt.

V 20, V 100 und V 100G Platten müssen den Anforderungen der Norm voll entsprechen. Das “Merkblatt Spanplatten” gibt ebenfalls Auskunft über das Brandverhalten verschiedener Plattentypen. Nach der Herstellung können die Platten mit Furnieren, Kunststoffen, Folien oder Lacken beschichtet werden.

Anwendungsorentierte Spezialplatten, wie Fußbodenverlegeplatten (i.R. V 100 verleimt) und Bekleidungsplatten (i.R. V 20 verleimt) sind mit angefräßtem Nut- und Federprofil versehen. Über den Einsatz von Spanplatten für Fußboden-Unterböden informiert das “Merkblatt Spanplatten”.

c. Verwendung
Spanplatten haben eine breite Palette von Verwendungsmöglichkeiten mit Schwerpunkten im Möbelbau, Innenausbau und Bauwesen.

Im Rohbau wird es für Innenwände, Außenwände, Decken, Außenbekleidung, Dachschalungen und im landwirtschaftlichen Stallbau eingesetzt.

Im Ausbau werden sie für Trennwände, Wand- und Deckenbekleidungen (Paneele), Fußboden-Unterböden, Dachausbauten, Einbauschränke und Regale benutzt.

Im Möbelbau werden sie für Wohnmöbel, Küchenmöbel, Labormöbel und Büromöbel eingesetzt. Im Behälter- und Verkehrmittelbau werden sie für Verpackungen, im Silo-, Waggon-, Container- und Schiffbau eingesetzt.

Sonstige Anwendungsbereiche sind Sportböden, Schilder- und Reklametafeln, Tonmöbel (Musikinstrumentebau) und Modellbau. In vielen Venvendungsbereichen kann die Spanplatte gleichermaßen wie Sperrholz eingesetzt werden und ersetzt dieses aus Kostengründen. Dort jedoch, wo hohe Anforderungen an die Festigkeit und Formstabilität des Werkstoffs gestellt werden, ist Sperrholz klar im Vorteil.

OSB Platten

OSB-Platten haben in den letzten Jahren einen zunehmenden Marktanteil in Deutschland erreicht. OSB-Platten finden nicht nur im Bauwesen Anwendung, sondern auch für Verpackungen und im Laden- und Messebau. In diesem Merkblatt sollen die unterschiedlichen Qualitäten und die daraus sich ergebenden Anforderungen für ihre Verwendung systematisch erfasst werden.

Merkmale und Eigenschaften von OSB

Beschreibung: Bei OSB (Oriented Strand Board) handelt es sich um einen Holzwerkstoff bestehend aus mehreren Schichten, die ihrerseits aus überwiegend langen, schlanken Spänestreifen (Strands) unter Verwendung eines Bindemittels hergestellt wurden. Die Strands in den Außenschichten sind parallel zur Plattenlänge bzw. –breite ausgerichtet. Das Länge-Breite-Verhältnis der Strands liegt heute je nach Hersteller bei 5:1 bis ca. max. 8:1. Ein langer schlanker Strand in Verbindung mit einer guten Orientierung trägt zur Erhöhung der Biegeeigenschaften in Richtung der Decklage bei. Die Strands in der Mittelschicht sind i.d.R. zufällig ausgerichtet.

Allgemeines

Am Merkt sind OSB-Platten als geregeltes Bauprodukt (nach DIN EN 300, überarbeitete Fassung prEN300:2004) und als “nicht geregeltes Bauprodukt” mit bauaufsichtlicher Zulassung vertreten, beide Produktgruppen sind für die Verwendung im Bauwesen zugelassen. Bauaufsichtlich zugelassene OSB-Platten bieten technische und ökologische Kennwerte auf höherem Niveau als normkonforme OSB-Platten nach EN 300. Werden in Ausschreibungen Platten mit bauaufsichtlicher Zulassung verlangt, müssen Platten mit der geforderten Zulassung geliefert werden, weil sie spezifische Kennwerte aufweisen, mit denen der Planer offensichtlich gerechnet hat.

OSB für Bau-Zwecke (geregeltes Bauprodukt nach DIN/EN 300)

Definition: Als standardplatten gelten scharfkantige ungeschliffene OSB/3-Platten nach DIN EN 300, Nutzungsklasse 2. Das erste Maß gibt die Spanrichtung der Decklage an.

Massaranduba

Massaranduba wird im Zuge des Gartenholzboom immer häufiger statt Bangkirai eingesetzt, das teilweise knapp wird. Massaranduba ist botanisch verwandt mit Makore und Douka und ist ihnen in Struktur und Farbe weitgehend ähnlich, übertrifft sie aber in Gewicht und Festigkeitseigenschaften noch erheblich. Massaranduba zählt zu den härtesten Nutzhölzern und ist besonders als Konstruktions-Holz im Außenbau einsetzbar, es stammt aus Südamerika.

Massaranduba zunehmend nachgefragt
Natürliche Verbreitung und botanische Bezeichnungen von Massaranduba: Manilkara hüben und M. bidentata; nördliches Südamerika. - Familie der Sapotaceen.

Eigenschaften von Massaranduba:
Splint
blaß gelblich bis rosagrau und meist um 3 bis 6 cm breit, bei jüngeren Bäumen auch breiter.
Kernholz
hellrot bis violett­ braun und überwiegend rotbraun nachdunkelnd; farblich dem Makore und Douka oder auch dem Azobe/Bongossi ähnlich.
Poren
mittelgroß und überwiegend in zerstreuten, radialen Gruppen geordnet und besonders auf glatten, radialen Flächen als Porenrillen noch gut erkennbar; im Kernholz immer mit Thyllen verstopft
Holzstrahlen
fein und das Holzbild nicht beeinflussend.
Speicherzellen
auf Querschnitten als schmale, tangentiale Bänder sich besonders im Kernholz abzeichnend;tangential nur teilweise als feine Fladerung noch erkennbar.
Zuwachszonen
durch etwas dunkleres Spätholz unterschiedlich deutlich und oft eine leichte Hell/Dunkel-Fladerung hervorrufend.
Faserverlauf
bei Moabi fast geradfaserig, bei den anderen Arten mit unterschiedlich starkem Wechseldrehwuchs und entsprechend deutlichen Glanzstreifen. 
Insgesamt ist Massaranduba auch strukturell dem Makore und Douka ähnlich.