Archiv für September 2008

Das Brennholzmaß

Das Brennholzmass ist Gegenstand vieler Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Brennholzhändlern. Gewicht scheidet als Maßeinheit zunächst aus, weil Brennolz einen unterschiedlichen Wasseranteil hat, der das Gewicht maßgeblich beeinflußt. Außerdem schwankt das Gewicht je nach Holzart und Holzdichte innerhalb einer Holzart, abhängig davon wie schnell oder langsam ein Baum gewachsen ist. Wird allerdings eine feste Holzfeuchte definiert, ist das Gewicht letzlich doch die beste Maßeinheit für Brennholz, weil das Gewicht der Holzmasse mit dem Heizwert eng korreliert. Im Großhandel mit Brennholz ist dieses Brennholzmaß allerdings unpraktikabel, bei Kleingebinden im Fachhandel ist dieses Maß für Kaminholz gut durchzuführen.

Das überwiegend praktizierte Brennholzmaß ist also das Volumen. Verwendet werden der Kubikmeter, der Raummeter (Ster), der Schüttraummeter und der Festmeter. Für einen Laien sind die Zusammenhänge zwischen diesen Maßeinheiten kaum zu durchschauen und deshalb kommt es immer wieder zu Problemen. Das Technologie- und Förderzentrum Straubing hat neue Umrechnungsfaktoren für Fichte und Buche hergeleitet. Als Meterholz ist in diesem Zusammenhang das klassische Brennholzsortiment aus dem Wald zu verstehen, ein Meter lange Spaltstücke oder Rundlinge, die ein oder zwei Meter hoch aufgesetzt werden. Die folgenden Umrechnungszahlen sind nur als Beispiel bzw. Näherung zu betrachten und können im Einzelfall erheblich schwanken.

 

Festmeter

(Fm)

Rundlinge geschichtet (Rm)

gespalten 1m, gekreuzt (Rm)

gespalten 1m, geschichtet (Rm) Scheite 33cm, geschichtet (Rm) Scheite 33cm, lose geschüttet (SRm)
Umrechnungsfaktoren bezogen auf einen Festmeter:
Buche

1,00

1,70

2,38

1,98

1,61

2,38

Fichte

1,00

1,55

2,07

1,80

1,55

2,52

Umrechnungsfaktoren bezogen auf einen Raummeter Rundlinge:
Buche

0,59

1,00

1,40

1,17

0,95

1,40

Fichte

0,65

1,00

1,34

1,16

1,00

1,63

Umrechnungsfaktoren bezogen auf einen Raummeter gespaltener Meterscheite:
Buche

0,50

0,86

1,20

1,00

0,81

1,20

Fichte

0,56

0,86

1,15

1,00

0,86

1,40

Umrechnungsfaktor bezogen auf einen Raummeter gestapelter 33er Scheite:
Buche

0,62

1,05

1,48

1,23

1,00

1,48

Fichte

0,64

1,00

1,33

1,16

1,00

1,62

Umrechnungsfaktoren bezogen auf einen Schüttraummeter 33er Scheite:
Buche

0,42

0,71

1,00

0,83

0,68

1,00

Fichte

0,40

0,62

0,82

0,72

0,62

1,00

Massaranduba

Massaranduba wird im Zuge des Gartenholzboom immer häufiger statt Bangkirai eingesetzt, das teilweise knapp wird. Massaranduba ist botanisch verwandt mit Makore und Douka und ist ihnen in Struktur und Farbe weitgehend ähnlich, übertrifft sie aber in Gewicht und Festigkeitseigenschaften noch erheblich. Massaranduba zählt zu den härtesten Nutzhölzern und ist besonders als Konstruktions-Holz im Außenbau einsetzbar, es stammt aus Südamerika.

Massaranduba zunehmend nachgefragt
Natürliche Verbreitung und botanische Bezeichnungen von Massaranduba: Manilkara hüben und M. bidentata; nördliches Südamerika. - Familie der Sapotaceen.

Eigenschaften von Massaranduba:
Splint
blaß gelblich bis rosagrau und meist um 3 bis 6 cm breit, bei jüngeren Bäumen auch breiter.
Kernholz
hellrot bis violett­ braun und überwiegend rotbraun nachdunkelnd; farblich dem Makore und Douka oder auch dem Azobe/Bongossi ähnlich.
Poren
mittelgroß und überwiegend in zerstreuten, radialen Gruppen geordnet und besonders auf glatten, radialen Flächen als Porenrillen noch gut erkennbar; im Kernholz immer mit Thyllen verstopft
Holzstrahlen
fein und das Holzbild nicht beeinflussend.
Speicherzellen
auf Querschnitten als schmale, tangentiale Bänder sich besonders im Kernholz abzeichnend;tangential nur teilweise als feine Fladerung noch erkennbar.
Zuwachszonen
durch etwas dunkleres Spätholz unterschiedlich deutlich und oft eine leichte Hell/Dunkel-Fladerung hervorrufend.
Faserverlauf
bei Moabi fast geradfaserig, bei den anderen Arten mit unterschiedlich starkem Wechseldrehwuchs und entsprechend deutlichen Glanzstreifen. 
Insgesamt ist Massaranduba auch strukturell dem Makore und Douka ähnlich.

Bankirai

Bankirai wird richtig Bangkirai geschrieben. Bankirai umfasst eine ganze Reihe an Holzarten, die unter der Bezeichnung Bankirai in einer Gruppe mit ähnlichen Holzeigenschaften zusammengefasst werden. Seit einigen Jahren wird das Holz in Deutschland zunehmend im Garten verwendet. Bankirai wird vom Holzhandel aus Südost Asien importiert. Botanisch gehört es zur Gattung Shorea, eine internationale Bezeichnung ist Yellow Balau. Das echte Bankirai gehört zu Yellow Balau und ist nicht mit Red Balau zu verwechseln, das häufig ebenfalls als Bankirai angeboten wird aber für die übliche Verwendung ungünstigere Holzeigenschaften aufweist.

Bangkirai ist sehr wetterbeständig, schwer, trocknet langsam und neigt zu Rissen. Es weist häufig sogenannte Pinholes auf, das sind Wurmlöcher des Ambrosiakäfers, der am lebenden oder frisch gefällten aum aktiv ist. Im Schnittholz stellt er keine Gefahr mehr dar und daher werden im Handel die kleinen Löcher als üblich angesehen und sind kein Holzfehler.

Bankirai ist ein Tropenholz, leider gibt es bisher keine oder nur sehr geringe Mengen an FSC zetifiziertem Holz. Weitere Informationen zu Bankirai bietet der GD Holz - Holzeigenschaften von Bangkirai.