Archiv für Januar 2007

Bilanz zu Anbau und Förderung nachwachsender Rohstoffe

Der aktuelle Jahresbericht der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) ist erschienen und berichtet in kompakter Form über die Förderaktivitäten des vergangenen Geschäftsjahres. Danach steigt nicht nur das Interesse von Forschung und Wirtschaft an neuen Entwicklungen bei nachwachsenden Rohstoffen und Bioenergie, auch der Anbauumfang kletterte zur Ernte 2006 mit 1,56 Millionen Hektar oder 13 Prozent der Ackerflächen Deutschlands auf einen neuen Höchststand. Die FNR, Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), unterstützt Forschung, Entwicklung, Demonstration und Markteinführung nachwachsender Rohstoffe.
Der FNR standen im Geschäftsjahr 2005/2006 insgesamt rund 54 Millionen Euro zur Verfügung. Damit konnten 108 Forschungsprojekte zu nachwachsenden Rohstoffen neu bewilligt werden, so dass insgesamt über 300 laufende Forschungs- und Entwicklungsvorhaben betreut wurden. Darüber hinaus bezuschusste die FNR über 4.000 Einzelmaßnahmen aus dem Markteinführungsprogramm “Nachwachsende Rohstoffe” zum Einsatz von Bioschmier- und Naturdämmstoffen sowie dem Bau von Eigenverbrauchstankstellen für Biodiesel und Pflanzenöl.
Neben der Betreuung ihrer Förderprogramme ist die FNR seit jeher auch beratend für Verbraucher und auf politischer Ebene aktiv. Um die energetische Nutzung von Getreide als Brennstoff zeitnah und praxistauglich zu ermöglichen, schlug sie im Berichtszeitraum einen Stufenplan zur Aufnahme des Brennstoffes in die Novelle der 1. BVImSchV vor. Die Diskussion hierzu hält nach wie vor an.
Der neue FNR-Jahresbericht kann auf www.fnr.de im Menüpunkt Literatur bestellt oder heruntergeladen werden.

Teures Holz bremst Boom der Pelletöfen

Wegen des hohen Ölpreises werden immer mehr Heizungen und Kraftwerke in Deutschland mit Holz betrieben. Papier- und Holzindustrie warnen vor steigenden Rohstoffkosten und fordern Vorrang vor der Energiebranche. Hier ein Beitrag des VDI zu diesem Thema.

Brennholzhandel bei eBay

Es ist sicherlich allgemein bekannt - auch sperrige Güter werden im Internetauktionshaus eBay rege gehandelt. Es ist daher kaum verwunderlich, dass auch Brennholz und Kaminholz bei eBay angeboten werden. Mithilfe der Analysesoftware Andale kann die Häufigkeit von Auktionen ermittelt werden. Vom 20. November bis zum 17. Dezember wurde in fast 5000 Auktionen Brennholz und Kaminholz angeboten. Knapp 1100 Auktionen beziehungsweise 22% davon waren erfolgreich. Das Angebot in den Auktionen reichte von 29 kg Buchenbrennholz bis zu ganzen Jahresvorräten. Kleinmengen bis zu 180 kg werden dabei von professionellen Anbietern deutschlandweit angeliefert. Besonders die Kleinmengen sind dabei tendenziell teuer. Besonders die Transportkosten sind in vielen Fällen mehr als ausreichend. Dieses Phänomen ist allerdings den hohen Verkaufsprovisionen von eBay geschuldet. Auf die Versandkosten fallen keine Ebay-Gebühren an, so dass hier gerne über das nötige Maß hinaus kalkuliert wird.

Heizen mit Holz – aber mit Verstand

Wissenschaftler der Universität Hamburg schätzen den jährlichen Verbrauch allein in privaten Haushalten auf rund 20 Millionen Kubikmeter. Diese gewaltige Menge entspricht rund 5 Milliarden Liter Öl. Aufgrund der Kohlenstoffdioxid-Neutralität ist das Heizen mit Holz ein Beitrag zum Klimaschutz. Der Ersatz von importiertem Gas und Öl durch Holz aus heimischen Wäldern fördert außerdem die Wirtschaftskraft insbesondere in ländlichen Räumen. Heizen mit Holz ist zwar einfach, erfordert aber ein paar Regeln, damit der Vorteil für unsere Umwelt nicht ins Gegenteil verkehrt, unsere Gesundheit und der nachbarschaftliche Frieden nicht gefährdet werden.

Wichtig ist vor allem, nur trockenes und abgelagertes Holz zu verbrennen. Frisch geschlagenes Holz sollte mindestens 2 Jahre trocken und gut durchlüftet gelagert werden. Feuchtes Holz brennt schlecht, erhöht den Brennstoffverbrauch, erzeugt gesundheitsschädliche Rückstände und belästigt die Nachbarn durch Gerüche. Das Verbrennen von behandeltem Holz (zum Beispiel mit Holzschutzmitteln oder Farben) und Abfällen jeglicher Art führt zu hohen Schadstoffemissionen und ist daher verboten.

Holz als Brennmaterial ist eine sinnvolle Alternative für den Privathaushalt mit vielen Vorteilen. Die Verwendung von Holz dient der Umwelt und hilft, Energiekosten zu senken. Voraussetzung dafür ist aber ein sachkundiger und verantwortungsvoller Umgang mit diesem nachhaltig zur Verfügung stehenden Brennstoff.